Die PKV lockt – doch was ist zu beachten?!

Gehört man in Deutschland zum Kreise der freiwillig Versicherten, so steht einem Wechsel in die Private Krankenversicherung grundsätzlich nichts im Wege. Allerdings ist ein Wechsel nicht immer mit wirklichem Mehrwert verbunden. Es gilt, Vergleiche anzustellen und an einer seriösen Beratung führt letztendlich kein Weg vorbei, handelt es sich hier doch um eine sehr komplexe Thematik, deren Faktoren sehr individueller Natur sind.

Der Preis der PKV

Viele Angebote im Netz ködern mit Versprechungen von etwa 60,- EUR Monatsbeitrag. Das wirkt im Vergleich zum Beitragssatz der GKV enorm günstig. Allerdings sind diese Preisangaben erstens auf blutjunge, gesunde, ledige Angestellte zugeschnitten und zweitens sind damit Tarife gemeint, die mit Knackpunkten wie einer enorm hohen Selbstbeteiligung gebrandmarkt sind.

Die Leistungsübernahme

Nur weil man sich privat versichert, sind längst nicht alle denkbaren Leistungen mitversichert. In einigen Tarifen ist der Kunde sogar schlechter gestellt, als wäre er gesetzlich versichert geblieben. Wenn Versicherungen Kosten übernehmen, so muss genau geprüft werden, welche Kosten gemeint sind und unter welchen Umständen dies geschieht.

Kündigungsmöglichkeiten

Hat man sich einmal für die Private Krankenversicherung entschieden, kommt man in der Regel nicht in die Gesetzliche Krankenkasse zurück. Dies ist zumindest nur noch innerhalb einiger Jahre nach Vertragsabschluss möglich oder geht mit Statusveränderungen wie Arbeitslosigkeit einher. Viel wichtiger noch ist es allerdings zu beachten, welche Kündigungsfristen die Privaten Krankenversicherer angeben. Denn PKV-Tarife können von plötzlichen Beitragserhöhungen betroffen sein und wer sich zu lange an die PKV bindet, ist diesem Zustand hilflos ausgeliefert.

Beratung hinzuziehen

Das Gebiet Private Krankenversicherung ist sehr weitläufig und selbst die renomiertesten Berater kennen nicht jeden Tarif bis ins kleinste Detail. Sie bedienen sich in der Regel an Vergleichssoftware, um die passende Versicherung für den Kunden zu errechnen. Dazu lassen sie gewisse Erfahrungswerte mit den Versicherungsgesellschaften mit einfließen um schließlich eine Empfehlung auszusprechen. Gute Versicherungsberater verdienen Ihre Provision voll und ganz und leisten gute Arbeit. Um hier die Spreu vom Weizen zu trennen, sollten viele Rückfragen gestellt und danach gegengeprüft werden. Auch sollte man seine Menschenkenntnis einsetzen und prüfen, ob hier versucht wird Druck aufzubauen oder die Entscheidung wirklich einem selbst überlassen bleibt.

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